Johann Strauß (Sohn)
Johann Strauß (Sohn) von Anton Romako, Wien um 1880, Öl auf Karton, 39 x 29,5 cm (Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln, Schloss Wahn)

Geboren am 25. Oktober 1825 in St. Ulrich bei Wien, heute ein Teil von Wien Neubau.
Gestorben am 3. Juni 1899 in Wien.

Johann Baptist Strauß war ein österreichisch-deutscher Kapellmeister und Komponist, Sohn von Johann Strauß Vater und Bruder von Josef Strauß sowie Eduard Strauß.
Er wurde als „Walzerkönig“ international geschätzt und gilt als Begründer der goldenen Ära der Wiener Operette.

Die Wiener Musikerfamilie Strauß hat durch ihr Wirken die Rezeption des Walzers als Haupttanz des 19. Jh. maßgebend gefördert und die Unterhaltungsmusik auf ein hohes Niveau gehoben. Johann Strauß (Sohn) gehörte erst später der evangelischen Kirche an. Längere Zeit schon kannte er die Witwe Adele Deutsch (1856-1930). Seines Alters eingedenk beabsichtigte Strauß eine Legalisierung dieser Beziehung, die jedoch auf Grund des katholischen Eherechtes in der Donaumonarchie nicht möglich war. So legte er seine Staatsbürgerschaft zurück, konvertierte zum Protestantismus, übersiedelte nach Coburg/D, wo der Herzog kraft seiner Position die Scheidung aussprechen konnte. Beide nahmen das evangelische Glaubensbekenntnis (A.B.) an, kehrten wieder nach Wien zurück und heirateten am 18.7.1887 in der Lutherischen Stadtkirche.

(Werner Horn)

 

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