Foto: EPD Uschmann
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„Ich meinte aber, es sei Gottes Wille, was der Apostel Paulus sagt über die Zurückgezogenheit der Frauen, ich hatte dieses Wort gerade kürzlich gehört. Da sprach aber der Herr zu mir: „Sag ihnen, dass sie nicht eine einzige Schriftstelle verabsolutieren, sondern weiter in Betracht ziehen sollen, und dass sie nur nicht meinen, sie könnten mir die Hände binden.“ (Teresa von Avila, 1515-1582) Viele Jahrhunderte und eine Reformation liegen zwischen den Worten, die Teresa von Avila, Karmelitin, Mystikerin, Kirchenlehrerin und Heilige der römisch- katholischen Kirche, zugeschrieben werden und uns Theologinnen heute.

Foto: EPD Uschmann
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Es war eine langwierige Entwicklung mit so manchen Rückschlägen, aber letztlich hat sich die Evangelische Kirche in einem spannenden Diskussionsprozess, der über einige Jahrzehnte ging zur vollen Zulassung der Theologinnen zum geistlichen Amt entschlossen. Heute ist sie stolz auf „ihre“ Pfarrerinnen, die inzwischen zu einem Zeichen evangelischer Identität geworden sind.

Von Birgit Meindl