Geboren am 29. März 1890 in Buch bei St. Georgen im Attergau,
gestorben am 25. Februar 1944 in Wien.

Studium in Wien, Erlangen und Leipzig. Seine Seelsorger in Gmunden waren August und Friedrich Koch. In Wien schloss er sich der christlichen Studentenbewegung an – sie war eine Vorstufe zur Evangelischen Akademie und der ökumenischen Bewegung. Sein Vorbild war Prof. Hans Haberl. Aus Erlangen nahm er bleibende Eindrücke von D. Hermann Bezzel, dem Leiter des bayerischen Luthertums, mit.

1915 Examen (Pfarramtsprüfung) und Übernahme des Pfarramtes in Traun. Erste seelsorgerliche Erfahrung an Kriegsgefangenen evangelischen Deutschrussen. Am 3. Adventsonntag 1915 Ordination in Attersee. Danach Einsatz in Innsbruck und Übernahme als Feldkurat in die k.u.k. Armee.

Nach dem Krieg Pfarrer in Gosau. Die Wahl war bereits 1917 nach dem Tod des Senior Friedrich Nowak erfolgt.

1924 Promotion (Dissertationsthema: „Kirche und Sozialdemokratie in Vergangenheit und Gegenwart“).

Regte den Bau des Brigittaheimes an. Rief eine Jugendbewegung ins Leben, die als Scharnsteiner Kreis bis heute weiterwirkt.
1920 wurde Eder zum Schriftführer des Gustav-Adolf-Vereins für die oberösterreichische Diözese.
Als Lebensaufgabe schwebte ihm das Zusammenwachsen der Gemeinden zu einer Gesamtkirche vor. Zwecks besserer Verbindung der Gemeinden rund um den Dachstein gründete er den „Bergboten“. 1921 bis 1938 war er Schriftleiter des „Evangelischen Volkskalenders“.

1930 wurde er zum Senior des Oberlandes und zum Jugendpfarrer gewählt.
1936 erfolgte seine Wahl zum Superintendenten, 1937 Amtseinführung.

Nach dem Rücktritt der Mitglieder des Oberkirchenrates im März 1938 wurde er vorläufig zu dessen geistlichem Mitglied berufen. 1940 übersiedelte er endgültig nach Wien, legte das Superintendentenamt nieder und übte die Funktion eines Oberkirchenrates aus, dessen Titel damals in den eines Bischofs geändert wurde.

 

Literatur:

  • Leopold Temmel: Evangelisch in Oberösterreich. Werdegang und bestand der Evangelischen Kirche. Linz 1982. S. 86ff.

 

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