Der 6. Wiener Gemeindebezirk gehört zum Sprengel der 1879 gegründeten Evangelischen Pfarrgemeinde A.B. Wien-Gumpendorf.

Hier wurde zwischen 1846 und 1849 nach den Plänen der Architekten Ludwig Förster und Theophil Hansen die größte evangelische Kirche Österreichs und zugleich die älteste evangelisch-lutherische Kirche in der Wiener Vorstadt errichtet. Sie hieß zunächst Zwölf-Apostel-Kirche und wurde 1923 nach König Gustav II. Adolf von Schweden umbenannt.

Eine aktive Rolle in der evangelischen Gemeinde A.B. spielten die in Gumpendorf ansässige Familie Hornbostel. Der k.k. priviligierte Großhändler und Seidenfabrikant Christian Gottlieb Hornbostel war seit 1794 Mitglied des Vorsteherkollegiums der evangelischen Gemeinde A.B. und Deputierter der Evangelischen Schule. Theodor von Hornbostel, ein vielfältiger Geschäfts-, Politik- und Kirchenmann, wurde 1864 in das höchste Laienamt der Geminde als Kurator gewählt. Nach ihm ist die Hornbostelgasse benannt worden.

Im Jahr 1860 erwarb die Gemeinde das Haus Nr. 4 in der Hornbostelgasse für Schul- und Wohnzwecke.

Das Pfarrhaus neben der Kirche wurde 1882 erbaut.

 

Siehe auch:

 

Literatur (Auswahl):

  • Evangelisches Österreich. Ein Gedenkstättenführer. Hrsg. von Bischof Oskar Sakrausky, S. 171.
  • Salzer, Karner: Vom Christbaum zur Ringstraße, S. 93